das täglich grüßende Murmeltier
von Aleksandra Weinzettel
Oktober 2025
Wenn du mal nicht weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.
Am Umgang mit der St. Marien–Kirche wird der Umgang der Pfarrei mit den Ehrenamtlichen und ihrer Arbeitskraft deutlich.
Von 2014 bis 2021 war ich in vielen Gremien und Gruppen, in der so viele Menschen die unterschiedlichsten Möglichkeiten zu einer Entwicklung des Standorts St. Marien ausgelotet und bewertet haben - ohne eine realistische Variante finden zu können.
Inzwischen gibt es laut Protokoll der Pfarrgemeinderatssitzung vom 30.9.2025 eine neue Projektgruppe zur Entwicklung des Komplettstandorts St. Marien.
Es werden wieder die gleichen vielen Fragen gestellt werden, die schon mehrfach gestellt, bearbeitet und von allen Seiten beleuchtet wurden. Am Protokoll ist abzulesen, dass auch wieder ähnliche Konflikte wie früher aufgebrochen sind.
Im Rahmen des Pfarreientwicklungsprozesses wurde von 2014 bis 2018 in der damaligen Steuerungsgruppe (von mir 1.Arbeitskreis genannt) unter Leitung von Pastor Michael Kemper stark darum gerungen, welche der beiden Kirchen St. Marien und St. Bonifatius erhalten bleiben soll.
Überlegungen, die zur Entscheidung für St. Bonifatius geführt haben, waren unter anderem:
Im gemeinsamen Gemeinderat beider Gemeinden wurde dann ein neuer Arbeitskreis (2.Arbeitskreis) gegründet. Vor allem auf Bestrebungen von Pastor Kemper wurde in das Votum des PEP ein Einschub aufgenommen, der schon unter der Kachel Bonifatius näher erläutert wird.
Im zeitlich gesetzten Rahmen konnten die Bedingungen für eine Votumsänderung hin zum Erhalt von St. Marien nicht erfüllt werden.
Ein paar Fakten:
Nun wurden anhand der schon zu Beginn des Prozesses genannten weichen Faktoren (Erreichbarkeit, Standortfaktoren etc.) Tatsachen geschaffen: Die St.-Bonifatius-Kirche wurde außer Dienst gestellt, und eine weitere Projektgruppe (3.Arbeitskreis) beschäftigt sich mit dem Thema.
Mit den gestellten Fragen haben sich - wie oben geschrieben - die erste Steuerungsgruppe ausgiebig beschäftigt und dann seit 2018/19 der Pfarrgemeinderat, der gemeinsame Gemeinderat Langendreer, die Steuerungsgruppe zur Umsetzung des Votums, der Kirchenvorstand, das Bistum und alle möglichen Untergruppen der genannten Gremien.
Für mich, die ich an vielen dieser Gremien und Arbeitsgruppen beteiligt war, stellt sich die Frage:
Aus welchem Grund werden dieselben Tatsachen in immer neuen Gruppen bearbeitet und was möchte man damit erreichen?
Oder anders gefragt:
Weiß man wirklich nicht weiter und gründet deshalb einen Arbeitskreis?
E-Mail: thomas.puettmann@kirchead.de